Mittwoch, 17. Oktober 2012

Im September 2012 erschien der Bike Guide Sardinien aus dem Rother Verlag: Hier meine Rezension zu diesem MTB-Führer für euch


Der bisher einzige verfügbare Bikeguide in deutscher Sprache beschrieb nur die Gallura, im Norden von Sardinien. Mit seiner Veröffentlichung im Jahr 2003 durch den AM-Berg Verlag, ist dieses Buch in der Zwischenzeit etwas veraltet.
Nun ist im September dieses Jahres ein neuer Bike Guide Sardinien vom Bergverlag Rother herausgegeben worden, der MTB-Touren auf der ganzen Insel beschreibt.

Das knappe Format im horizontalen Spiralbuch, die detaillierten Streckenbeschreibungen anhand von Symbolen, der günstige Preis und die GPS-Tracks zum Download stellen eine gute Kombination dar.
Die insgesamt 46 Touren (17 blau/leicht, 15 rot/mittel, 14 schwarz/schwer) bieten jeder Menge technische Daten und sind für alle Leistungsklassen geeignet. Auch einige richtige Marathons fehlen im neuen Bikeguide Sardinien nicht!
Der ideale Nutzer dieses MTB-Führers ist ein fahrtechnisch-kompetenter Cross-Country Biker mit einem Fully. Die nicht ganz genauen und etwas kleinen 1:150.000 Karten geben trotzdem einen nützlichen Überblick über jede Tour und helfen unterwegs bei der Orientierung.
Eine allgemeine Einleitung zum Thema Sardinien, Menschen, Kultur und Natur, Reisetipps zu den Touren und deren Planung zusammen mit Hinweisen zur Benutzung des Führers, einem Adressregister und Ansprechpartner sowie das Glossar „Biketeile IT-DE“ runden den Bike Guide ab. Ich habe nur einen Fehler  gefunden: Unter Reisetipps hat die Notrufnummer 118 einen Zahlendreher bzw. Falsche Nummer (188) drin.
Ich hab ein paar Streckenbeschreibungen von einigen Touren kontrolliert, die mir bekannt sind: Sie sind klar beschrieben und ihnen ist einfach zu folgen. Die Fotos im Buch geben eine gute Vorstellung über die Landschaft und machen Lust darauf, das Bike mit in den Urlaub zu nehmen. Good job, Werner!

46 Touren sind nicht viel für eine Insel, deren Ausdehnung fast zwei Drittel der Gesamtfläche der Schweiz entspricht. Einige Klassiker wie z.B. Die Cala Luna/ Sisine an der Ostküste und der Monte Ortobene in Nuoro sollten eventuell in der nächsten Auflage des Buchs berücksichtigt werden.
Der Führer weist zudem klar darauf hin, dass „Trails“ verblockte und steile Pfade bedeuten kann, und dass deren Benutzung nur für Fortgeschrittene zu empfehlen ist. Hier wäre es meiner Erfahrung nach jedoch nützlich, ein paar Fotos zur Illustration zu verwenden, um die Bandbreite der Fahrtechnik-Skala zu veranschaulichen. Zahlreiche deutschsprachige Biker sind an tadellose Forstwege gewöhnt, und häufig stellen felsige Abfahrten und loses Geröll auf einigen der härteren Trails Sardiniens, für sie möglicherweise zunächst einen absoluten Schock dar.

Viele Grüße,
Euer Peter Herold

P.S. Wer Englisch bzw. Italienisch liest, kann auch meinen "Mountain Bike Sardinia. 70 rides in the south and centre" erstehen. Zu bestellen bei klettern-shop.de.

© Peter Herold

1 Kommentar:

  1. Guten Tag,
    wer neues, zusaetzliche Informationen, Bilder und evtl. anfallende Updates sucht, der findet diese hier:
    www.bike-guide-sardinien.de
    Viele Gruesse

    W. Eichhorn

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